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Veranstaltungen im Wintersemester 2015/16

B.Sc. Modul 3: F-Projekt 06 Post-Industrial Transformation Strategies: The Global Impact of the IBA Emscher Park

01.09.2015 – Betreuung: Prof. Dr. Thorsten Wiechmann (ROP), Dipl.-Geogr. Dennis Hardt (ROP)

Thema
Das Ruhrgebiet wandelte sich in den vergangenen drei Jahrzehnten in einem viel beachteten Transformationsprozess von einem sich im Niedergang befindenden Standort der Montanindustrie zu einem Zentrum der Dienstleistungs- und Wissensökonomie. Ein entscheidender Meilenstein hierbei war die von 1989 bis 1999 stattfindende Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA). Durch diesen innovativen Ansatz kooperativer Planung gelang es, kreative Wege und Lösungen für die Umstrukturierung dieser alten Industrieregion zu entwickeln. Die umfassende Umwandlung von Industriebrachen, Zechengeländen und Abraumhalden sowie die Gestaltung neuer Freizeit- und Erholungsräume schuf eine attraktive und vielfältige Bildungs- und Kulturlandschaft unter der Bewahrung des industriellen Erbes.

Mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sahen sich in den letzten Jahren die Städte Bethlehem in Pennsylvania (USA) und Kitakyushu auf Kyushu (Japan). Als montanindustrielle Zentren war ihre Entwicklung eng an den Aufstieg und Niedergang der Stahlindustrie gekoppelt. Nach fortwährenden Schrumpfungsprozessen, endete für Bethlehem 1995 die Ära als Standort der Stahlindustrie. Auch Kitakyushu musste schmerzhafte Schrumpfungsprozesse der japanischen Stahlindustrie verkraften. Beide Städte mussten nach dem Wegbrechen ihrer alten ökonomischen Basis Strategien entwickeln, um die einschneidenden sozioökonomischen und städtebaulichen Verwerfungen überwinden und neue Perspektiven generieren zu können.

 

B.Sc. Modul 3: F-Projekt 08 Sparsame Stadt – gerechte Stadt? Folgen von urban austerity politics für die just city

01.09.2015 – Betreuung: Dr. Sandra Huning (SOZ) , Dipl-Ing. Anne Volkmann (ROP)

Kommunen müssen sparen – diese Aussage trifft seit Jahr(zehnt)en auf viele Kommunen zu. Bereits vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise im Herbst 2008 waren viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen verschuldet. Seither hat sich die Situation hier und anderswo weiter zugespitzt. Im Rahmen von urban austerity politics – städtischer Sparpolitik – ist die Haushaltskonsolidierung oberstes politisches Ziel geworden, verbunden mit einer Neudefinition, einem Abbau und/oder einer Verlagerung wohlfahrtsstaatlicher Leistungen. Planung und Bereitstellung von Einrichtungen der kommunalen Daseinsvorsorge finden unter veränderten Vorzeichen statt. Finanzielle kommunale Spielräume gehen zurück, während die Nachfrage nach bezahlbaren öffentlichen Gütern und Dienstleistungen steigt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach planerischen und stadtpolitischen Prioritäten: Wie werden diese gesetzt, wie sollten sie gesetzt werden? In der internationalen Stadtforschung werden unter dem Schlagwort just city Handlungsspielräume und Kriterien für eine gerechte Stadt(politik) diskutiert. Es wird argumentiert, dass Stadtplanung zur Umsetzung einer gerechten Stadtentwicklung beitragen soll und kann, indem stadtplanerischen und -politischen Entscheidungen bestimmte Gerechtigkeitskriterien zugrunde gelegt werden. In der Praxis wird dieser Anspruch allerdings nur selten erhoben.

 

B.Sc. Modul 9: Empirische Analysemethoden - Übung

01.09.2015 – Die Übung "Empirische Erhebungsmethoden" ist an die Vorlesung "Empirische Erhebungsmethoden" angegliedert. In der Übung werden die in der Vorlesung vorgestellten Forschungsprozesse und empirischen Erhebungsverfahren vertieft und in praktischen Übungen erprobt.

 

B.Sc. Modul 12 - Räumliche Gesamtplanung: Raumordnung

01.09.2015 – Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse über die Aufgaben und Zielsetzungen, die wichtigsten formellen und informellen Instrumente und Verfahren sowie über die Rechtsgrundlagen und die Organisation der räumlichen Gesamtplanung auf überörtlicher Ebene von der Region bis zur Bundesebene.

 

B.Sc. Modul 15: Allgemeine Planungstheorie - Theorie der Raumplanung

01.09.2015 – Allgemeine Planungstheorie: Prof. Dr. Thorsten Wiechmann und Dipl.-Ing. Christian Lamker

In der Veranstaltung, die eine Kombination aus Vorlesung und Seminar ist, sollen die wichtigsten raumplanungstheoretischen Ansätze seit Etablierung der Disziplin vermittelt, ein Überblick über unterschiedlichen Denkschulen gegeben und das Verhältnis zwischen Planungstheorie und Planungspraxis diskutiert werden. Die Veranstaltung dient dazu, ein Verständnis für die Entwicklung und aktuelle Positionierung der Raumplanung zu gewinnen sowie das eigene Handeln als Planer(in) zu reflektieren.

 

B.Sc. Modul 18: Theorie der Raumentwicklung - Demographischer Wandel und Siedlungsstruktur

01.09.2015 – Theorie der Raumentwicklung - Demographischer Wandel und Siedlungsstruktur: Prof. Dr. Thorsten Wiechmann

Seit wenigen Jahren beherrscht der Demographische Wandel nicht nur sozial- und arbeitsmarkt­politische Debatten, sondern auch die raumordnungspolitische Diskussion. Es kann kein Zweifel bestehen, dass der Demographische Wandel weitreichende Auswirkungen auf die Siedlungsstruktur hat. Die bekannte Triologie - wir werden weniger, älter, bunter - führt zu weitgehenden Veränderungen der Raumstrukturen und erfordert auch von der Raumplanung eine grundlegende Umorientierung. Allerdings sind die national wie international beobachtbaren Trends äußerst vielschichtig und oftmals gegensätzlich.

 

M.Sc. Modul 1: Allgemeine Raumforschung und Raumplanung | Seminar/Übung

01.09.2015 – Raumplanung und der Reiz der Zahlen - Raumbezogene Statistik für Fortgeschrittene
Betreuung: Dr. Thomas Terfrüchte (ROP)

Raumplanung ist in die Zukunft gerichtet. Sie formuliert Leitbilder, Ziele und Grundsätze. Häufig spielen dabei Zahlen eine große Rolle, sei es bei Zielen zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme („30-ha-Ziel“), zum Ausbau erneuerbarer Energien oder bei Entwicklungszielen. Im Rahmen eines Monitorings gilt es dann, die Zielerreichung zu überprüfen. Aus raumwissenschaftlicher Perspektive spielen Zahlen vor allem zur Beschreibung des Status-Quo eine Rolle, womit gleichsam wichtige Grundlagen für politisch-planerische Entscheidungs- und Abwägungsprozesse gelegt sind. Mit großem medialen Interesse werden häufig etwa Städte-Rankings aller Art verfolgt („ärmste“, „fahrradfreundlichste“ oder „lebenswerteste“ Städte).

 

M.Sc. Modul 2: M-Projekt 04

01.09.2015 – Planen, Managen, Experimentieren!? Regionalplanung und Regionalmanagement im Ruhrgebiet mit und nach dem regionalen Diskurs
Betreuung: Dipl.-Geogr. Dennis Hardt (ROP), Dipl.Ing. Christian Lamker

Nach der Übertragung der Regionalplanungskompetenz auf den Regionalverband Ruhr (RVR) im Jahr 2009 und dem seit 2011 laufenden Aufstellungsprozess für einen neuen Regionalplan – dem ‚regionalen Diskurs‘ – scheint sich ein Idealfall gebildet zu haben. Regionalplanung und Regionalentwicklung werden gemeinsam in einem Haus und für den gleichen räumlichen Zuschnitt betrieben.

 

M.Sc. Modul 3: Vertiefungsschwerpunkt 2: Strategische Stadt- und Regionalentwicklung

01.09.2015 – Wenn Raumordnung konkret wird – Örtliche Wirkung überörtlicher Steuerung: Dr.,Dipl.-Ing. Thomas Terfrüchte (ROP)

Örtliche und überörtliche Planung bedingen sich gegenseitig, wobei die überörtliche Planung Schranken im Sinne von Zielen und Grundsätzen der Raumordnung setzt und die örtliche Planung letztlich für die konkrete (bauleitplanerische) Umsetz zuständig ist. Die in den Raumordnungsplänen festgelegten Ziele und Grundsätze entfalten jedoch auch jenseits der Bauleitplanung eine örtliche Steuerungswirkung, etwa über Raumordnungsklauseln in Fachgesetzen (z. B. Schulgesetze, Krankenhausgesetze oder Finanzausgleichsgesetze der Länder) oder über formelle und informelle Konzepte/Instrumente, die mittelbar oder unmittelbar Bezug zu den Erfordernissen der Raumordnung aufbauen (z. B. Kassenärztliche Bedarfsplanung oder Regionale und Kommunale Einzelhandelskonzepte).