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Frommer, Birte (2010): Regionale Anpassungsstrategien an den Klimawandel - Akteure und Prozess (Darmstadt: Technische Universität Darmstadt. Schriftenreihe WAR, Band 207. 160 S.)

Frommer

28.07.2011 – Wir alle sind Zeugen eines globalen Klimawandels. Die große Mehrheit der Klimaforscher geht heute davon aus, dass Hitzeperioden, Stürme, Überschwemmungen oder auch Dürreperioden in Mitteleuropa künftig häufiger auftreten werden. Denn auch wenn die Debatte zum Klimawandel nach wie vor durch viele Unsicherheiten geprägt ist, die These, dass die anthropogen verursachte Erderwärmung erhebliche Auswirkungen in allen Teilräumen Deutschlands haben wird, kann als gesichertes Wissen gelten. Klimaschutzmaßnahmen können das Ausmaß der Veränderungen abschwächen, aufhalten können sie den Trend jedoch nicht mehr. Aus diesem Grund rückten in jüngster Zeit neben Klimaschutzmaßnahmen zunehmend auch Anpassungsstrategien in den Fokus von Wissenschaft, Planung und Politik. Angesichts der differenzierten Auswirkungen des Klimawandels sind regional angepasste Strategien im Umgang mit den Folgen gefragt. Eben dies ist das Thema des 2010 erschienenen Buches „Regionale Anpassungsstrategien an den Klimawandel – Akteure und Prozess“.

 

Allmendinger, Philip (2001): Planning in postmodern times. London: Routledge. 280S.

31.03.2011 – Gut lesbarer und ideenreicher Beitrag zur aktuellen planungstheoretischen Debatte aus der Perspektive eines Kritikers der kommunikativen Planungstheorie. Die Darstellung holt zunächst ziemlich weit aus und referiert die gesamte Debatte um Moderne und Postmoderne, insbesondere im Hinblick auf die Gesellschaftstheorie. Eine Schlüsselstellung nimmt das Kapitel ein, in dem die Frage behandelt wird, inwieweit Planung als ein Projekt der Moderne gelten kann. Dies wird für das traditionelle „positivistische“ Planungsverständnis bejaht; allerdings müsse in den heutigen Zeiten der Postmoderne ein neues Planungsverständnis entwickelt werden, das der postmodernen Kritik am traditionellen Planungsverständnis gerecht werde. Anschließend werden unterschiedliche Paradigmen einer neuen „postmodernen“ Planungstheorie referiert: Collaborative planning (HEALEY, FORESTER) und „Pragmatismus“ (HOCH). Im Ergebnis wird die extreme Form der Postmoderne abgelehnt, aber eine gemäßigte Variante als kritischer Ansatz für eine Erneuerung der Planungstheorie fruchtbar zu machen versucht. Das Buch eignet sich gut als Ergänzung und Vertiefung des Lehrbuchs „Planning theory“ (2002) desselben Verfassers.

Hans H. Blotevogel

 

Allmendinger, Philip (2002): Planning theory. Basingstoke: Palgrave. 239 S. = Planning, environment, cities.

Allmendinger_Philip

31.03.2011 – Das Buch bietet eine gute Einführung in die verschiedenen „Schulen“ der Planungstheorie, wobei sich der Autor vor allem auf die planungstheoretischen Debatten in Großbritannien bezieht. In den ersten Kapiteln setzt sich der Autor mit der Bedeutung von „Theorie“ und den unterschiedlichen Auffassungen von „Planungstheorie“ auseinander. ALLMENDINGER diskutiert kritisch die schon klassische Unterscheidung in „prozedurale“ und „substanzielle“ Planungstheorie und argumentiert aus einer gemäßigt postmodernen Perspektive für einen Typologie von „Schulen“ oder „Paradigmen“ der Planung, die sich sowohl nach den Planungsmethoden als auch nach den zugrunde liegenden Gesellschaftstheorien unterscheiden. In diesem Sinne werden in den folgenden Kapiteln sieben planungstheoretische Paradigmen der letzten Jahrzehnte vorgestellt und diskutiert:

 

BATHELT, Harald und Johannes GLÜCKLER (2002): Wirtschaftsgeographie. Ökonomische Beziehungen in räumlicher Perspektive. Stuttgart: Ulmer. 2. korr. Aufl. 2003. 319 S. = UTB 82171.

BATHELT

31.03.2011 – Die in Marburg bzw. Frankfurt a.M. lehrenden Wirtschaftsgeographen Bathelt und Glückler legten 2002 ein neues Lehrbuch zur Wirtschaftsgeographie vor, das rasch weite Verbreitung fand und bereits ein Jahr später in einer zweiten Auflage erschien. Dabei wurden jedoch nur kleinere Fehler korrigiert; eine inhaltliche Überarbeitung erfolgte nicht.

 

Brake, Klaus, Dangschat, Jens S., Herfert, Günter (Hrsg) (2001): Suburbanisierung in Deutschland. Aktuelle Tendenzen. Opladen: Leske und Budrich. 286 S., zahlreiche farbige Abb.

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31.03.2011 – Der Prozess der Suburbanisierung wurde in der deutschen Fachliteratur seit den späten 1970er Jahren nicht mehr systematisch behandelt. Der Überblicksband „Suburbanisierung in Deutschland“ beendet diese „stiefmütterliche Behandlung“ (R. KALTENBRUNNER, Frankfurter Rundschau, 13.6.2002) und verhilft dem Thema wieder zu einer angemessenen Aufmerksamkeit in der Fachöffentlichkeit.

 

Brake, Klaus; Einacker, Ingo und Mäding, Heinrich 2005: Kräfte, Prozesse, Akteure – zur Empirie der Zwischenstadt. Wuppertal Fundort: BR 201/1056

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31.03.2011 – Der vorliegende Band analysiert empirisch die prägenden Kräfte, Prozesse und Akteure der „Zwischenstadt“ als „Ergebnis des Suburbanisierungsprozesses“, der die raumstrukturelle Entwicklung der Stadtregionen seit den 1960er Jahren prägt.
Der Band gliedert sich in drei Teile:

 

Burckhardt, Lucius (2005): Wer plant die Planung? Architektur, Politik und Mensch. Hrsg. von Jesko Fezer und Martin Schmitz. Kassel.

burckhardt-cover

31.03.2011 – Mehr als 40 Aufsätze und Betrachtungen des 2003 verstorbenen Soziologen und "Spaziergangwissenschaftlers" Lucius Burckhardt über Städtebau, Planung und ihre gesellschaftlichen und politischen Hintergründe macht ein neuer Sammelband nun gebündelt zugänglich – Texte aus fünf Jahrzehnten. Burckhardts Scharfsinn, seine Beobachtungsgabe und engagierte Kritik halten jedoch auch die ältesten Texte frisch – es fällt nicht schwer, Bezüge zu aktuellen Themen und Debatten herzustellen.

 

Campbell, Scott und Susan S. Fainstein (Hg.) (2003): Readings in planning theory. 2. Aufl. Malden, MA: Blackwell. 475 S.

Campbell_Scott

31.03.2011 – Das kürzlich für die Fachgebiets-Bibliothek angeschaffte Buch ist ein „Reader“, d.h. es enthält grundlegende Aufsätze und Buchkapitel, die in der Regel schon an anderen Stellen erschienen
sind, hier aber neu zusammengestellt wurden. Thematische Schwerpunkte sind allgemeine planungstheoretische Fragen sowie die nordamerikanische Stadtplanung.

 

Davis, Mike (1999): Ökologie der Angst. Los Angeles und das Leben mit der Katastrophe. München.

Davis_Mike

31.03.2011 – Die Folgen von Hurrikan Katrina in New Orleans und anderen amerikanischen Küstenstädten Anfang September 2005 wurden von Wissenschaftlern nicht nur als Ergebnis einer Naturkatastrophe verstanden, sondern auch als Offenbarung einer Gesellschaftlichen Krise und Ergebnis jahrelanger neoliberaler Stadtentwicklungspolitik. Zu den Hintergründen zählt der Stadtsoziologe Mike Davis: Systematische Vernachlässigung der Infrastruktur der Städte, Ausgrenzung und Verdrängung Armer und der Verlust des öffentlichen Raumes als Bestandteil amerikanischer Politik seit den 1970er Jahren.

 

Demographischer Wandel in Kommunen – Brennpunkthema in Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften (DfK), Band I/2004

31.03.2011 – Aufgrund der Aktualität des Themas soll hier die Ausgabe I/2004 der Deutschen Zeitschrift für Kommunalwissenschaften besprochen werden. BERNHARD MÜLLER weist im Vorwort auf die wesentlichen Trends des demographischen Wandels und die Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche aber insbesondere auf die Kommunen in West und Ost hin.

 

Eco, Umberto (2005): Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. C.F.Müller, Heidelberg. 271 S.

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31.03.2011 – Das Buch „Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt“ ist in erster Linie für Studierende des Hauptdiploms geeignet, die sich bereits mit Ideen für ihre Diplomarbeit befassen. Es bietet weniger eine Anleitung für das korrekte wissenschaftliche Arbeiten im Detail, sondern vielmehr Motivation und Hilfestellung eine Arbeit zu beginnen. Es eignet sich daher besonders für die Anfangsphase der Diplomarbeit.

 

Esselborn-Krumbiegel, Helga (2004): Von der Idee zum Text – Eine Anleitung zum wis-senschaftlichen Schreiben. UTB 2334. Paderborn

31.03.2011 – Spätestens wenn die Diplomarbeit ansteht, stehen Studierende der Raumplanung vor der für viele beängstigen Aufgabe, eine vage Themenidee in eine wissenschaftliche Arbeit zu ver-wandeln. Das Buch „Von der Idee zum Text – Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben“ von Helga Esselborn-Krumbiegel, einer professionellen Schreibtrainerin, kann einem dabei ein hilfreicher Begleiter sein.

 

Fassmann, Heinz (2004): Stadtgeographie I: Allgemeine Stadtgeographie. Braunschweig: Westermann. 240 S. = Das Geogr. Seminar.

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31.03.2011 – Das neue Lehrbuch des Wiener Geographen H. Fassmann zur Stadtgeographie stellt grundlegende Analyseansätze der Stadtforschung vor, und zwar nicht nur der Geographie, sondern auch der Soziologie, Ökonomie und Planung. Dabei wird ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen traditionellen Theorien (Sozialökologie, Bodenrenten, Zentrale-Orte-Theorie usw.) und neueren Ansätzen (Fragmentierung, New Urbanism usw.) gewahrt. Für Studierende der Raumplanung eignet sich das Buch sehr gut zur Einarbeitung in die analytischen Grundlagen der Stadtforschung und damit zur Vorbereitung auf eine Prüfung im Fach T+M.
Hans H. Blotevogel

 

Florida, Richard (2005): Cities and the Creative Class. New York: Routledge. 198 S.

florida

31.03.2011 – Richard Floridas gegenwärtiger Bekanntheitsgrad geht zweifelsohne auf sein vielbeachtetes Buch „The rise of the creative class“ zurück. Mittlerweile hat er einige Folgewerke seiner dort formulierten Analysen und Thesen vorgelegt. Eines davon, das seit einigen Wochen in der Fachgebietsbibliothek verfügbar ist, bezieht sich explizit auf „Cities“, was von daher Anlass genug ist, es dem raumplanungsinteressierten Leser hier näher vorzustellen.

 

GAEBE, Wolf (2004): Urbane Räume. Stuttgart: Ulmer. 352 S. = UTB 2511.

GAEBE

31.03.2011 – Das anzuzeigende neue Lehrbuch zur Stadtforschung wurde von Wolf Gaebe, Wirtschaftsgeograph an der Universität Stuttgart, verfasst. Das Programm des Buchs wird im Vorwort angedeutet als „Versuch, städtische oder urbane Räume zu beschreiben und zu erklären“. Damit folgt das Buch einem eher traditionellen raumwissenschaftlichen Verständnis der Stadtgeographie, das auch in der Gliederung deutlich wird.

 

Greiffenhagen, Sylvia und Neller, Katja (Hg.) (2005): Praxis ohne Theorie? Wissenschaftliche Diskurse zum Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf - die Soziale Stadt"

Greiffenhagen

31.03.2011 – Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaft, 2005, 414 S.

Wesentliche Grundlage dieses im Februar 2005 erschienen Sammelbandes sind die Beiträge einer Tagung, die der Arbeitskreis „Lokale Politikforschung“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, das Institut für Sozialforschung und Sozialplanung (IfSS, Stuttgart / Nürnberg) sowie die Schader-Stiftung (Darmstadt) im Mai 2003 gemeinsam in Stuttgart durchgeführt haben.

 

Hallenberger, Dirk (Hg.)(2005): Heimspiele und Stippvisiten. Reportagen über das Ruhrgebiet.

28.03.2011 – Eine Zeitreise durch 80 Jahre Ruhrgebietsgeschichte bietet die Sammlung von Reportagen, die Dirk Hallenberger zusammengestellt hat. Herausgekommen ist ein Lesebuch, welches eine Wiederbegegnung mit bekannten, aber ebenso die Entdeckung weniger bekannter Texte ermöglicht. Es ist ja ein kühnes Unterfangen, mit 32 Texten von 1923 bis 2005 den Versuch einer repräsentativen Auswahl zu wagen. Um es vorweg zu nehmen: Es darf als Gelungen betrachtet werden: Die reduzierte Perspektive schärft in ihrer Verdichtung den Blick.

 

Hauser, Susanne; Kamleithner, Christa (2006): Ästhetik der Agglomeration. Schriftenreihe Zwischenstadt, Band 8. Verlag Müller+Busmann Wuppertal

Hauser, Susanne

28.03.2011 – Band 8 „ Ästhetik der Agglomeration“ von Susanne Hauser und Christa Kamleithner aus der Schriftenreihe „Zwischenstadt“ von Thomas Sieverts entstand als Teil des Forschungsprojektes „Mitten am Rand- Zwischenstadt. Zur Qualifizierung der verstädterten Landschaft“.

 

Jacobs, Jane (1961): The Death And Life Of Great American Cities. Random House, New York

Jacobs, Jane

28.03.2011 – Weniger das Sein, als das Design bestimmt heute unser Bewusstsein. Insbesondere in der Planung der gebauten Umwelt wird anmutig gestalteten Parkanlagen oder Neubaugebieten häufig eine höhere Bedeutung beigemessen, als ihrer Funktion, welche sie real für die Menschen erfüllen. JANE JACOBS beschreibt in ihrem bekanntesten Werk in einer außergewöhnlich präsenten und sehr detaillierten Weise, was eine lebendige Stadt ausmacht. Der Fokus liegt dabei nicht auf einer gesamtstädtischen Betrachtungsweise, sondern viel mehr auf den kleinen städtischen Strukturen, wie Straßenräumen, Parks und Nachbarschaftsquartieren. Schon nach einigen Zeilen wird deutlich, dass der Inhalt des Buches keine bloße Beschreibung städtischer Eigenschaften – kombiniert mit akademischen Ratschlägen darstellt – ganz im Gegenteil: “This book is an attack on current city planning and rebuilding.”, lautet der erste Satz des einleitenden Kapitels. Der Textfluss wird weder durch einen Absatz noch durch einen Gedankenstrich unterbrochen, und doch hält der Leser für einen Moment lang inne, um erneut zu beginnen. Ungewöhnlich deutlich, ungewöhnlich schnörkellos – ja so gar nicht der gewohnte, zur Zurückhaltung und Vorsicht neigende Schreibstil wissenschaftlicher Autoren. Die Richtung, weg von monotonen Quartiersgestaltungen US amerikanischer Suburbs und einer Nutzungsentmischung der Städte nach dem Vorbild des Gartenstadtmodells von HOWARD, hin zu einer städtebaulichen Vielfalt und kleinteiligen Nutzungsmischung auf der Ebene von Straßenzügen, ist klar erkennbar. JACOS beherrscht dabei die intellektuelle Provokation nahezu in Perfektion, ohne in die Unglaubwürdigkeit abzurutschen. Ihre Gedanken und Überlegungen untermauert sie dabei stets mit einer Vielzahl von Beispielen aus dem alltäglichen Leben.

 

Krätke, Stefan (2007): Europas Stadtsystem zwischen Metropolisierung und Globalisierung. Lit-Verlag, Münster. 29,90 Euro.

Kraetke, Stefan

28.03.2011 – In seinem Buch „Europas Stadtsystem zwischen Metropolisierung und Globalisierung“ untersucht Stefan Krätke die Entwicklung des europäischen Wirtschaftsraums, die durch einen selektiven Konzentrationsprozess von wissensintensiven Wirtschaftsaktivitäten in Großstadtregionen geprägt ist.

 

Kulke, Elmar (2006): Wirtschaftsgeographie. 2. Auflage. Schöningh Verlag.

Kulke, Elmar

28.03.2011 – Das Lehrbuch von Elmar Kulke „Wirtschaftsgeographie“ aus der Reihe Grundriss Allgemeine Geographie behandelt eines der wichtigsten Teilgebiete der Geographie. Das Buch ist sehr gut für Studierende im Grundstudium geeignet, denn es führt auf übersichtliche Art und sehr gut lesbar in die Wirtschaftsgeographie ein.

 

Langhagen-Rohrbach, Christian (2005): Raumordnung und Raumplanung. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 131 S.

Langhagen-Rohrbach

28.03.2011 – In der Fachgebietsbibliothek auffindbar unter: RLP 20/2005

Der Autor hat mit diesem Buch, welches zunächst in einer Rohfassung als Vorlesungsskript an der J.W. Goethe-Universität Frankfurt (Institut für Geographie) diente, ein äußerst ehrgeiziges Ziel verfolgt. Nämlich auf gut 100 Seiten das gesamte System der Raumplanung von der europäischen bis zur kommunalen Ebene, inklusive eines vergleichsweise ausführlichen Ausflug in die Fachplanung, vorzustellen. Angereichert wird dieses Lehrbuch überdies mit einem Kapitel zu „Neueren Planungsinstrumenten“ sowie zur „Planung in anderen europäischen Staaten“ und schließlich zur „Krise der Planung“. Um es vorwegzunehmen: Christian Langhagen-Rohrbach hat eine leicht verständliche und äußerst kompakte „Einführung in das System der Raumplanung“ vorgelegt, welche überdies auch noch vergleichsweise preisgünstig ist (ca. 19,90 Euro). Ihm ist es somit gelungen, eine Marktlücke abzudecken, da „reine Lehrbücher“ für Studierende des Grundstudiums im deutschsprachigen Raum kaum existent sind.

 

Löw, Martina; Steets, Silke; Stoetzer, Sergej (2007): Einführung in die Stadt- und Raumsoziologie. Verlag Barbara Budrich, (UTB L)

28.03.2011 – „Einführung in die Stadt- und Raumsoziologie“ von Marina Löw, Professorin für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt, richtet sich an Studierende im Hauptdiplom/Master Studiengang. Aus soziologischer Perspektive werden zentrale sowie aktuelle Themenfelder der Raum- und Stadtforschung aufgezeigt und erläutert. Die wichtigsten Vertreter und Konzepte der klassischen Stadtsoziologie und modernen Raumsoziologie werden ausführlich vorgestellt und geben einen umfassenden Überblick über die Stadtanalyse und Raumtheorie. Besonderes Interesse legt die Autorin dabei auf Literaturempfehlungen. Die Literaturhinweise geben eine gute Übersicht über die Forschungsfelder, zudem sind Hauptwerke im Literaturverzeichnis fett gekennzeichnet.

 

Meier Kruker, Verena und Jürgen Rauh (2005): Arbeitsmethoden der Humangeographie. Darmstadt: Wiss. Buchges. 182 S. = Geowissen kompakt. € 19,90

Meier Kruker

28.03.2011 – Ein zeitgemäßes Lehrbuch zur Einführung in die empirischen Arbeitsmethoden für Raumplanerinnen und Raumplaner fehlte bisher. Das anzuzeigende neue Buch von Meier Kruker und Rauh ist zwar vor allem für das Grundstudium der Geographie konzipiert, es ist aber auch für das Studium der Raumplanung gut geeignet.

 

Mettler-von Meibom, Barbara (Hg.) (2004): "Ich gehör hier hin." Spielarten von Identifikation mit dem Ruhrgebiet. Kommunikationsökologie Band 14. Münster: LIT-Verlag. 216 S.

28.03.2011 – Der Band versammelt die Ergebnisse einer Forschungsarbeit von Studierenden der Politik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen. Aus dem zunächst allgemeinen Thema "Städte und Regionen im Dialog" wurde der konkrete Wunsch, mittels Interviews "das eigene Verhältnis gegenüber der Region zu klären und die Region und sich selbst in der Region besser zu verstehen." Das Ergebnis bezeichnet die Herausgeberin als "Liebeserklärung an das Ruhrgebiet" und ist entsprechend parteiisch: Die regionale Identifikation soll gestärkt werden, weil sie als Voraussetzung dafür angesehen wird, "dass die Region in eine neue Phase der Prosperität und Ausstrahlung nach Innen und Außen eintritt".

 

Müller, Bernhard/Löb, Stephan/Zimmermann, Karsten (Hrsg.) (2004): Steuerung und Planung im Wandel. Festschrift für Dietrich Fürst. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Müller, Bernhard

28.03.2011 – Mit den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen – genannt seien schlagwortartig Globalisierung, Neoliberalismus, demografischer Wandel, sozialräumliche Fragmentarisierung, Deregulierung und Privatisierung sowie die anhaltende Finanzkrise der öffentlichen Haushalte – geht eine Diskussion um die Rolle des Staates und seinen Steuerungsmöglichkeiten und damit auch der räumlichen Planung einher.

 

Nagel, Thomas (1990): Was bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie. Reclam, Ditzingen

NagelThomas

28.03.2011 – Würden wir spontan die Aufgabe gestellt bekommen, verschiedene Tätigkeiten in unserer Gesellschaft als Satzzeichen beschreiben zu müssen, so würden die meisten wahrscheinlich die Tätigkeit an Forschungs- und Bildungseinrichtungen mit einem Fragezeichen beschreiben. Die Frage als Ausgangspunkt jeglicher Handlung: So beginnt jede Bestrebung nach Erkenntnisgewinn zunächst mit dem (unbehaglichen) Gefühl der Unkenntnis. Um nicht länger in diesem unbefriedigenden Zustand zu verharren, nutzen wir die Möglichkeit der Verwunderung und bringen dies häufig in Form von Fragen nach dem „Wie?, Was? Woher? und Warum?“ zum Ausdruck. Es beginnt eine durchaus arbeitsintensive Suche nach und die Auswahl und Kombination von geeigneten Informationen, welche dazu beitragen, eine Antwort auf unsere Frage zu finden. Dabei ist es oft an uns selber, wann wir diesen Prozess beenden und uns mit dem Erarbeiteten zufrieden geben. Der Grund ist vielfach ökonomischer Natur, etwa wenn uns im Alltag jede weitere Information keinen zusätzlichen Nutzen stiftet.

 

Selle , Klaus (Hg.) (2006): Planung neu denken. 2 Bde. Dortmund: Dorothea Rohn. Bd. 1: Zur räumlichen Entwicklung beitragen. Konzepte, Theorien, Impulse. 580 S. Bd. 2:

Selle Klaus

28.03.2011 – Praxis der Stadt- und Regionalentwicklung. Analysen, Erfahrungen, Folgerun­gen. 608 S.


Dem Aachener Planungswissenschaftler Klaus Selle verdanken wir nicht nur eine Vielzahl innovativer Beiträge zur Theorie und Praxis der Raumplanung, sondern nahezu jedes Jahr einen umfangreichen Sammelband, in dem Planungspraktiker und Planungswissenschaftler unter dem Dach eines breit formulierten Rahmenthemas zu Wort kommen. Das im Sommer 2006 erschienene umfangreiche Werk geht zurück auf eine Tagung, die der Herausgeber ziemlich genau ein Jahr zuvor in Aachen organisiert hatte. Bis zur Drucklegung wurde aber der Kreis der Autoren erheblich ausgeweitet, so dass mit nunmehr über 90 Autoren ein großer Teil der deutschen planungswissenschaftlichen Community beteiligt ist. Das ist nicht nur eine bemerkenswerte organisatorische Leistung, sondern zeigt auch die zentrale katalysatorische Rolle, die Klaus Selle in der aktuellen planungswissenschaftliche Debatte Deutschlands ausübt.

 

Taylor, Peter J. (2004): World City Network. A Global Urban Analysis. 1. Aufl. London, New York: Routledge. 241 S.

Taylor, Peter

28.03.2011 – In der Fachgebietsbibliothek auffindbar unter: RLP 7/2005

Betrachtet man den beträchtlichen wissenschaftlichen Output der vom Autor geleiteten (virtuellen) „Globalization and World Cities Study Group“ (GaWC) der letzten Jahre, welcher bislang vor allen Dingen in Fachzeitschriften und im WWW unter lboro.ac.uk/gawc/ seinen Niederschlag fand, so erscheint es als logische Folge diesen in Buchform gebündelt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Weiske, Christine/Kabisch, Sigrun/Hannemann, Christine (Hrsg.) (2005): Kommunikative Steuerung des Stadtumbaus: Interessengegensätze, Koalitionen und Entscheidungsstrukturen in schrumpfenden Städten. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Weiske, Christine

28.03.2011 – Neben den ostdeutsche Gemeinden, die zum Teil massiven Schrumpfungsprozessen ausgesetzt sind, geraten gegenwärtig verstärkt auch westdeutsche Gemeinden in den Fokus der öffentlichen und wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. Der Problemzusammenhang wird in den verschiedenen Fachdisziplinen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und analysiert.

 

Werder, Lutz (2000): Kreatives Schreiben von Diplom- und Doktorarbeiten Schibri-Verlag, Milow. 116 S., 7,95 Euro.

Werder, Lutz

28.03.2011 – Anders als herkömmliche Ratgeber zum wissenschaftlichen Schreiben behandelt Lutz von Werder in diesem Ratgeber nicht die fraglos wichtigen Formalia, sondern Schreibtechniken. Der Autor geht davon aus, dass ein enger Zusammenhang zwischen dem Forschungsprozess und dem eigentlichen (kreativen) Schreibakt besteht. Diesen Zusammenhang fruchtbar werden zu lassen, ist sein erklärtes Ziel. Dazu gehört auch, Techniken vorzustellen, mit denen spielerisch gegen Schreibblockaden, wie zum Beispiel die verbreitete „Angst vor dem leeren Blatt“, angegangen werden kann.

 

Ziesemer, Alexander (2004): Strategische Stadtentwicklungsplanung im Ruhrgebiet.

Ziesemer, Alexander

28.03.2011 – Ziesemer, Alexander (2004): Strategische Stadtentwicklungsplanung im Ruhrgebiet. Eine Analyse am Beispiel der Städte Duisburg und Dortmund. Duisburger Geographische Arbeiten 25. Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur, Dortmund,
ISBN 3-929797-87-9, 258 S.

Dass die Stadt Duisburg eine strategische Stadtentwicklungsplanung betrieben hat, mag man angesichts des jahrelangen, widersprüchlichen Hickhacks um die Großprojekte „Casino/Neue Mercatorhalle“, „Multi Casa“ und „Forum“ kaum glauben. Und doch: Duisburg hat vergleichsweise früh ein entsprechendes Konzept aufgelegt, während Dortmund damit erst mehr als ein Jahrzehnt später startete. Beide Male waren einschneidende wirtschaftliche Veränderungen (genauer: die Schließung von Stahlstandorten) der Auslöser, der Verlauf aber zeigt große Unterschiede.

 

Wegener, Michael, Kenneth Button und Peter Nijkamp (Hg.) (2007): Planning history and methodology. Cheltenham: Edward Elgar. 437 S. = Classics in planning 5. Ca. 175 €

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01.03.2011 – Die von K. Button und P. Nijkamp herausgegebene Serie „Classics in Planning“ enthält Sammelbände, in denen „klassische“ Aufsätze wieder abgedruckt sind, welche den Gang der Forschungsentwicklung nachzeichnen und/oder den gegenwärtigen Stand der Forschung repräsentieren. Dabei liegt ein deutlicher Schwerpunkt auf Aufsätzen von den 1960er bis zu den 1990er Jahren. Der vorliegende Band vereinigt im ersten Teil 14 Aufsätze zur Planungsgeschichte, genauer: zur Entwicklung der Planungstheorie, und im zweiten Teil 15 Aufsätze zur Methodologie der Planung, wobei vor allem quantitative Modelle und technische Werkzeuge im Vordergrund stehen.